Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeTraubenfrisch geküsst mit Traubisoda!
Sonntag, August 15 2010 Der Papi hat so manchen Korb bekommen Samstag, Juli 31 2010 Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen Montag, Juli 5 2010 Das Eis und ich, wir schmelzen: Stéphane Lambiel! Freitag, Mai 7 2010 Bryans Schlagerladen, zweites Lied Sonntag, April 18 2010 Tumult im Gartenparadies Montag, März 22 2010 Anfeuern statt feuern: der Unternehmer Götz Werner Dienstag, März 2 2010 KategorienArchiveSucheStatische SeitenPowered by |
Sonntag, 15. August 2010Traubenfrisch geküsst mit Traubisoda!![]() Leer die Große, leer die Kleine, und ich sitz hier ganz alleine! Lorenz (genannt Lenz) Moser III. (1905 bis 1978), der Spross einer altehrwürdigen Winzerdynastie in Niederösterreich, hat mit seinen innovativen Ideen den Weinbau weltweit revolutioniert. Und er war es auch, der im Jahr 1930 Traubisoda erfunden hat. Und zwar laut wikipedia.de aus der Idee heraus, dass „es Menschen gibt, die zwar Weintrauben lieben, aber keine Weintrinker sind“. Na ja, und von Traubisoda ist wohl noch nie jemand betrunken geworden. Wobei nicht verschwiegen werden sollte, dass Traubisoda bis zum Jahr 1954 aus „konservatorischen“ Gründen einen leichten Alkoholgehalt aufwies! Seine Hochblüte im wahrsten Sinne des Wortes hatte „Traubi“ in Österreich in der 1950er und 1960er Jahren. Die Marke Traubisoda wurde 1957 international eingetragen, gewinnreiche Lizenzverträge waren die Folge. 1967 brachte Traubisoda den Geschmack fruchtiger Trauben sogar in die traditionell alkoholfreie arabische Welt. Als österreichischer Konkurrent des Almdudlers (der ist seit 1957 im Handel) hatten die frisch gepressten, reifen Weintrauben, deren Konzentrat mit stark magnesiumhaltigem Quellwasser vermischt wurde, ihr treues Publikum. Doch Traubis wirtschaftlicher Niedergang kam aus mir unerfindlichen Gründen bereits Anfang der 1970er Jahre. Da wurde Traubisoda zum ersten Mal verkauft, an den ungarischen Staatskonzern Badacsony in Balatonvilágos am Plattensee. Samstag, 31. Juli 2010Der Papi hat so manchen Korb bekommen![]() … aber der hier war der schönste: Darf ich vorstellen, das ist Körbi! Sich einen Korb holen beziehungsweise einen Korb bekommen/erhalten/kriegen bedeutet zum einen: eine abschlägige Antwort auf einen Heiratsantrag erhalten. Zum anderen und heute wohl häufiger ist damit ganz allgemein eine Zurückweisung gemeint. Wenn Ihr also eine Abfuhr, eine Absage oder eine Ablehnung erhaltet oder wenn Ihr mit einem Antrag, einer Bitte, einer Aufforderung und dergleichen baden gegangen seid und auf Granit gebissen habt …: dann habt Ihr Euch gleichbedeutend einen Korb geholt oder einen bekommen. Wie und wann genau sich die besagte Redewendung in Eurem Sprachschatz verankert hat, bleibt freilich ziemlich im Dunkeln. Laut dem aktuellen Duden-Band 11 „Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik“ geht sie auf einen alten Brauch zurück: „In früheren Zeiten ließ sich in manchen Gegenden der Bewerber um die Gunst einer Frau von ihr in einem Korb zum Fenster hinaufziehen; wollte eine Frau zum Ausdruck bringen, dass sie den Bewerber ablehnte, so sorgte sie dafür, dass der Boden des Korbes durchbrechen musste. Später wurde es auch üblich, einem abgewiesenen Freier einen kleinen Korb ohne Boden zu überreichen.“ In seinem Buch „Das geht auf keine Kuhhaut!“ schrieb Kurt Krüger-Lorenzen (1904 bis 1971) im Herbst 1960 wesentlich eindeutiger: „Unerwünschte Anbeter wurden früher in einem schadhaften Korb zum Kammerfenster der Burg emporgezogen, in der die Geliebte wohnte. Bei dieser Prozedur fielen sie häufig mit dem Sitz durch. Daher auch durchfallen, beispielsweise bei einer Prüfung, aus allen Wolken fallen, er ist unten durch, …“ Montag, 5. Juli 2010
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, Bryan empfiehlt
um
11:13
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Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen
Ja, auch Euer Bryan kann sich nun schon seit Wochen der Fußballweltmeisterschaft 2010 nicht entziehen. Vor jedem Spiel tanzt unsere Bärenrunde wacker zu „Waka Waka“ und versammelt sich anschließend zum gemeinsamen Schauen mit
![]() Bärli trainiert anscheinend für die Weltmeisterschaften 2014! Freilich, mir wird viel zu viel gespuckt bei diesen Spielen. Das finde ich fürchterlich und ungehörig. Kein Teddybär würde so etwas tun! „Machen die denn das beim Tischfußball in ihrem Wohnzimmer auch so?“, habe ich den Papi genervt gefragt. Er hat nur gemeint, dass der Schütze nach seinem Tor wohl erst wegen dieser Rasenbefeuchtung so richtig schön und in voller Körperlänge über den Rasen flutschen könne (denkt nur mal an Arne Friedrich nach seinem Tor gegen Argentinien). Doch ehrlich gesagt erinnert mich das Spuken an ein vorsintflutliches Ritual und an ein Hunderudel, das ständig sein Revier markieren muss. Nur dem US-amerikanischen Trainer blieb beim Spiel gegen Ghana in der Verlängerung zum ersten Mal die Spucke weg, das hab ich genau gesehen. Vielleicht noch nervender sind die zahlreichen spielbestimmenden Fehlentscheidungen Eurer Schiedsrichter während dieser Meisterschaft. Selbst so mancher Teddybär hätte das mit seinen Knopfaugen besser hingekriegt! Nun ist zum Beispiel der nette Roque Santa Cruz ganz traurig, weil Paraguay im Viertelfinale gegen Spanien ausgeschieden ist. Und ich erst! Viele Schiedsrichter hatten bei dieser Weltmeisterschaft offensichtlich nicht nur Seh-, sondern auch Konditionsprobleme. Doch damit das nicht so auffällt, haben sie sich öfters hingestellt und in aller Ruhe ein gelbes Kärtchen ganz eng beschrieben. Mir bärsönlich würde übrigens ein grünes Kärtchen viel besser gefallen. Freitag, 7. Mai 2010Das Eis und ich, wir schmelzen: Stéphane Lambiel!
Zu seinen vielen glühenden Verehrern gehöre natürlich auch ich. Während der Papi langsam vom Sommer träumt, gehe ich für meinen Mensch des Monats-Beitrag doch glatt nochmal aufs blanke Eis. Erinnerungen werden wach und Euer Bryan
![]() „Du Stéphane, hast Du mal ’ne Pirouette für mich?“ „Ja Bryan, für Dich eine mit extra viel Feuer!“ Das ist mein Traum. Früher stand auch der Papi gerne auf Schlittschuhen. Aber nach einem halben Rittberger und einem viertelten Axel war es vorbei mit seiner Eiskunstlaufkarriere. Beim blutjungen Stéphane sah das ganz anders aus. Ihr sollt ruhig wissen, ich habe seit vielen Jahren die sportliche Karriere dieses Ausnahmekünstlers verfolgt. Ich schätze es nämlich sehr, wenn ein sympathischer und zielstrebiger Mensch mit viel Charisma und Wandlungsfähigkeit in die Höhe springt und sich kunstvoll drei- oder viermal um die eigene Achse dreht. Und wenn auch Ihr mal eine seiner Pirouetten gesehen habt, werdet Ihr mir vielleicht beipflichten: Niemand dreht sich so schön im Kreis wie Stéphane. Und wenn ein so außergewöhnliches Talent über viele Monate hinweg stundenlang täglich diszipliniert trainiert, dann kann ich ja wohl mal zehn Minuten im Jahr zugucken kommen! Sonntag, 18. April 2010Bryans Schlagerladen, zweites Lied![]() Bärli war ziemlich erstaunt, bei uns eine Vicky-CD zu finden. Und doch landet Vicky Leandros jetzt völlig zu Recht in meinem Schlagerladen. Denn ein Lied der am 23. August 1952 (oder 1948!) geborenen griechischen Sängerin berührt mein Bärenherz ganz besonders: Ob wir uns wiedersehn. Es ist ein um 1977 entstandener Text mit einer Melodie, die mich voller Sehnsucht zu den Sternen trägt. Vielleicht liegt meine Wehmut aber auch daran, dass der Papi in früheren Zeiten ein paar dieser Zeilen öfters seinen jeweiligen Lieblingen geschrieben hat: Ob wir uns wiedersehn, auf dieser Welt das steht geschrieben in den Sternen. Die Zeit mit Dir, sie war schön und Du sollst wissen, was ich tat, tat ich aus Liebe und dass ich nichts bereue, was mit uns zwei’n geschah. Ob wir uns wiedersehn, frag nicht danach das Schicksal wird für uns entscheiden. Ich wollt, wir zwei wär’n ein Paar wie Sand und Meer, wie Meer und Wind, wie Wind und Wolken dann könnte nichts uns trennen, ein ganzes Leben lang. Montag, 22. März 2010
Geschrieben von Bryan
in Meine Freunde, WortklauBÄR Bryan
um
22:58
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Tumult im Gartenparadies
Vor ein paar Tagen war der Papi in einem großen Gartenparadies in Wolfratshausen. Er wollte dort eine neue Küche kaufen … also natürlich nicht im Gartenparadies, sondern im nahe gelegenen Möbelhaus. Dieses Vorhaben aber ging gründlich daneben, und weil
![]() Hier zeige ich Prinzchen (r.) unsere neue Freundin. Und sie schaut und schaut und schaut ... Meistens verlaufen diese Besuche recht friedlich. Freundlich sagt der Papi zu jedem neuen Pflänzchen im Einkaufswagen „Herzlich willkommen“. Diesmal aber war alles anders. „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ schrie plötzlich jemand aus der Dekorationsabteilung. Es war ein wahrlich riesiger Kauz aus Porzellan, der da aufgetakelt und wild mit seinen Flügeln schlagend für Rabatz sorgte. Ein mutiger kleiner Frosch gab ordentlich Kontra: „Von wegen ‚Star‘! Gebt dem Kauze was auf die Schnauze!“ Aber der mächtige Kauz scharrte weiter mit seinen Krallen. Die Papageien heizten die Stimmung an und zeterten um die Wette, eine Schildkröte versuchte die Gemüter zu beruhigen. Vergeblich. Den Papi allerdings interessierte der ganze Rummel nicht mehr. Längst hatte er nämlich ein paar Meter weiter eine süße blaue Eule entdeckt, die ihm voller Zutrauen zuflüsterte: „Nimmst Du mich mit zum Johannes? Ich halte dieses Geschrei nicht länger aus. Ich suche ein liebevolles Zuhause.“ Ihr müsst wissen, der Johannes ist ein großer Eulenfreund. Und er ist tatsächlich der einzige Freund, der den Papi ohne Bedenken und ungestraft „etwas kauzig“ nennen darf. Denn aus Johannes’ Mund klingt das doch wie ein schönes Kompliment! Na ja, das glaubt jedenfalls der Papi. Dienstag, 2. März 2010Anfeuern statt feuern: der Unternehmer Götz Werner
Liebe Freunde, ich bin etwas zu spät dran, ich weiß. Aber der Papi meint, dass ich den Artikel über meinen Menschen des Monats Februar gut und gerne auch erst Anfang März ins Netz stellen könne. Also los: Wenn ich mir die bisherigen Menschen des Monats so anschaue, dann waren das mit Ausnahme von Barack Obama immer Künstler und Künstlerinnen. Heute nun ist erstmals ein Mensch der Wirtschaft dran, ein bärenstarker natürlich: Götz Werner ist ein deutscher Unternehmer, den der Papi und ich seit vielen Jahren sehr schätzen.
![]() Götz W. Werner, mein Mensch des Monats Februar (Foto: EHI) Heute geht es um Götz Wolfgang Werner, der am 5. Februar 1944 und also während des Zweiten Weltkriegs als fünftes Kind einer Drogistenfamilie in Heidelberg geboren wurde. In Konstanz am Bodensee besuchte er eine Handelsschule und machte nach der Mittleren Reife eine Drogistenlehre. Nicht dass ich es vergesse: Auch während dieser Ausbildung betrieb er sein Hobby Rudern dermaßen leidenschaftlich, dass er 1963 den Deutschen Meistertitel im Doppelzweier errang (bei Doppelzweier habe ich ja bisher eher an den Papi und mich gedacht). Vor dem Eintritt ins elterliche Drogeriegeschäft in Heidelberg erwarb sich Götz Werner fünf Jahre lang in verschiedenen Handelskonzernen eine gründliche Berufspraxis. Doch dann musste das Werner’sche Familienunternehmen Insolvenz anmelden! Eine Karlsruher Großdrogerie war Götz Werners nächste berufliche Station. Als jedoch die dortige Geschäftsführung seinen innovativen Ideen – Einführung des Discounter-Prinzips bei kompetenter Kundenberatung – nicht folgen wollte, verließ er seinen Arbeitgeber und machte sich selbstständig. Donnerstag, 11. Februar 2010Bryans Schlagerladen, erstes Lied
Heute will ich mit einer kleinen Serie beginnen. In der geht es um besondere Lieder. Wenn ich es recht bedenke, handeln diese Lieder fast immer von Träumen und von Sehnsucht, von Liebe, Zärtlichkeit und oft auch von Abschied.
![]() Ein brauner Teddybär ist heut mein Thema! (Foto: www.plueschtier.de) Lieder können mächtig sein. Aber mal ehrlich, sehr oft sind die Melodie und eine leidenschaftlich singende Stimme viel wichtiger als der Text. Diese Ansicht teilt übrigens sogar der lektorierende Papi mit mir. Der Nachteil an vielen in deutscher Sprache gesungenen Texten ist ja, dass der Papi und ich das Gesülze Wort für Wort verstehen können … Doch in meinem Schlagerladen stelle ich Euch selbstverständlich nur hochwertiges Liedgut vor. Im besten Fall könnt Ihr Euch in so ein schönes Lied richtig reinversetzen! Und es nimmt Euch mit auf eine Reise der Gedanken, und Ihr seid hin und weg. Wochen-, ja monatelang habe ich überlegt, mit welchem Lied ich beginnen soll. Irgendein persönlicher Bezug sollte es schon sein, hab ich mir gedacht. Im letzten November, als Weihnachten immer näher rückte, habe ich mich dann endlich für ein Lied von Roy Black entschieden. Dazu müsst Ihr wissen: Den Text, den Ihr gleich ausführlich zitiert bekommt, diesen Text singt er zur Melodie von Little Drummer Boy. So wird aus meinem 1941 von Katherine K. Davis verfassten und seit 1958 weltberühmten Lieblings-Weihnachtslied plötzlich ein wunderbares Ganzjahreslied! Donnerstag, 21. Januar 2010Nicht ewig währt das Glück. Petra Schürmann zum Gedenken![]() Petra Schürmann bei einer Gala 2002 in München. (Foto: DDP) Aber am 21. Juni war alles vorbei: Um 8.45 Uhr fuhr auf der A8 bei Rosenheim ein Geisterfahrer in selbstmörderischer Absicht gegen ein mit zwei Personen besetztes Auto. Eine der zwei Frauen im VW Passat starb: Petra Schürmanns 34-jährige Tochter Alexandra. Von diesem Schicksalsschlag hat sich ihre Mutter nie mehr erholt, am 14. Januar ist sie 76-jährig nach langen und schweren Krankheiten gestorben: Mein Mensch des Monats Januar war eine der bekanntesten TV-Moderatorinnen des Landes und das Vorzeigegesicht des Bayerischen Rundfunks, eben Petra Schürmann. In der Stunde ihres Todes war ihre beste Freundin, Prinzessin Ursula von Bayern, bei ihr. Auf dem Nachttisch lagen ein vom Papst geweihter Rosenkranz und der Lieblingsteddybär ihrer Tochter Alexandra. Dass mich dieses mehr bewegt als jenes, werdet Ihr mir hoffentlich verzeihen. Zumal wenn Ihr erfahrt, dass Petra Schürmann diesen Teddy auch im Sarg in ihrem Arm hält. Schluck. Begonnen hatte Petra Schürmanns Leben in behüteten Verhältnissen und weitab von Bayern: Geboren wurde sie am 15. September 1933 in Mönchengladbach. Die Mutter war Journalistin, der Vater Prokurist in einem Kabelwerk. Mit einem älteren und einem jüngeren Bruder wuchs sie in einem streng katholischen Elternhaus in Wuppertal auf und begann nach dem Abitur ein Studium der Philosophie und der Kunstgeschichte in Bonn, Köln und München.
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