Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeEin kleines Flüsschen schreibt Geschichte
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Dienstag, 3. März 2009Was genau heißt „Bio“?
Ich bin’s, Euer Biobär. Meine Umweltbilanz ist hervorragend. „Bist in Ordnung“, sagt der Papi immer und lächelt. Doch im Ernst, was genau wollt Ihr Menschen mit dem Begriff „Bio“ ausdrücken? Mehr als eine Zitrone, denke ich mir.
Hier soll es nicht um die Kurzformen von Biologie und Biografie gehen. Auch an Alfred Biolek oder gar den internationalen Flughafencode BIO für Bilbao hatte ich bis eben nicht gedacht. Mit den drei Bedeutungen zu bio…/Bio… aus Papis großem Fremdwörterlexikon nähere ich mich aber der Sache. Dort steht etwas von 1. in irgendeiner Weise mit organischem Leben in Beziehung stehend, von 2. das Leben betreffend; Lebensvorgänge; Lebewesen; Lebensraum und von 3. gesund, natürlich, ohne chemische Zusätze. Grundlage für das Wortbildungselement bio.../Bio... ist βίος, das griechische Wort für Leben. Eigentlich im Sinn hatte ich „die gesetzlich geschützte Vorsilbe für Produkte aus ökologischer Landwirtschaft“ (ein Zitat aus www.wikipedia.de). Denn das klingt doch richtig gut, eine gesetzlich geschützte Vorsilbe! Doch wäre es wohl besser, Eure Lebensmittel wären geschützt.Herrje, bisher waren alle meine Erklärungsversuche noch relativ einfach. Aber nun müsste ich tatsächlich das europäische Bio-Siegel näher vorstellen. Es wurde im März 2000 eingeführt, wird aber schon in diesem Jahr durch ein neues Bio-Siegel (mit verwässertem Kriterium-Katalog?) ersetzt werden. Als Zweites hätte ich über das deutsche staatliche Bio-Siegel zu berichten (seit September 2001; siehe Abbildung). Danach kämen dann die vielen verschiedenen deutschen Bio-Siegel der Produktionsverbände dran. Diese Siegel kennzeichnen Produkte, die die Mindeststandards der EG-Öko-Verordnung übertreffen und den strengeren Bestimmungen des jeweiligen Verbandes (Bioland, Demeter, Naturland etc.) genügen. Aber wer von Euch würde mir da noch zuhören, Öko-Kontrollstelle hin und Agrarwende her? Unglaublich, wie kompliziert der Begriff „Bio“ ist. Deswegen kommt jetzt meine schönste Erklärung: Wenn der Papi und ich untertags weit vor den Toren Münchens werkeln, dann bekommt er öfters eine SMS aus der Landeshauptstadt. Und in diesem Fall weiß ich wirklich ganz genau, was BiO heißt, nämlich Bussi ins Outback! Montag, 23. Februar 2009
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in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
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„Die Evidenz ist evaporiert“ – wie bitte, was?
Meine Güte, versteht mich denn einer oder keiner? Doch natürlich stammt der Titel gar nicht von mir: So Gescheites reden kann offensichtlich nur ein sehr kluger Mensch und gewiss kein kleiner Teddybär.
![]() Alles im Rahmen am Rosenmontag, bitte! Mit seiner Bemerkung wollte der neue CERN-Chef wahrscheinlich nur mitteilen, dass einiges im Unklaren ist: Weil nämlich sämtliche Beweisstücke verdampft oder verpufft sind, wird sich niemals klären lassen, warum das eine durchschmorte und das andere tonnenweise auslief. Alles sehr kompliziert! Evidenz meint jedenfalls das Unmittelbar-einleuchtend-Sein. Wenn etwas evident ist, dann braucht man keinen Beweis dafür, es ist augenfällig und gewiss. Evaporieren wiederum ist zum einen ein anderes Wort für verdunsten. Außerdem bedeutet es: etwas durch Eindampfen mehr oder weniger des Wassergehalts berauben und dadurch dickflüssig(er) machen. In seiner Küche evaporiert der Papi recht häufig und nicht immer ganz freiwillig! – „Kennt ihr den Franz Branntwein?“ Mit dieser Frage stürmte vor vielen Jahren einer von Papis Mitschülern in den Klassenraum. Das war der Auftakt für ein wochenlanges Sammeln von eher alltäglichen Begriffen, die aber alle einen Vornamen enthalten: zum Beispiel Mario Nette, Peter Silie, Moni Tor, Ellen Bogen, Mark Eting oder Theo Loge. Jeder in der Klasse kannte bald die Resi Denz und als der Papi nach ihrer Schwester Evi fragte, wurden aus den beiden Klassenkameraden zwei Freunde. Leider ist Papis Freund später bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt. Aber noch heute werden schöne Erinnerungen lebendig, wenn jemand von Eva Poriert und von Evi Denz spricht. Erinnerungen auch an den Bernhard Iner und die Pia Nistin, dem LHC sei Dank! (Bryan, der Faschingsmuffel.) Mittwoch, 11. Februar 2009
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
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Ordentlich zurücktreten – wie geht das?![]() Wusstet Ihr, dass Glosen laut Duden schwach glühen, glimmen heißt? Und ausgerechnet in dieser brenzligen Situation läuft mir dann letzten Samstag mein Freund Serafino über den Weg und zitiert lauthals aus Schillers Drama Die Räuber: Wenn noch ein Fünkchen Verstand in diesem Gehirne glostet … So ein Gscheithaferl (auf Deutsch: Besserwisser, auf Englisch: back-seat driver)! Bis aus dem besagten Rücktrittsangebot ein ordentliches Zurücktreten wurde, hat es dann ein paar Tage gedauert. Als ich heute mit Bärli und Serafino zusammensaß, lasen wir gemeinsam Zeitung. In der stand, der Minister fühle sich verkannt, schikaniert und ausgegrenzt. Die Zeitung zitierte ihn mit den Worten, die Kanzlerin habe immer geglaubt, er hätte von vielen Dingen keine Ahnung. Stattdessen hänge sie an den Lippen des Finanzministers, der sich jeden Satz aufschreiben lassen müsse. Das ist der Vorteil, wenn man lesen kann, meinte Serafino süffisant – und ob die Kanzlerin nicht ausnahmsweise mal recht hätte. Dann hat Serafino noch etwas von dem neuen Wirtschaftsminister gemurmelt. Ein Freibär zu Guttenbär, hat Bärli zuerst verstanden und sich mächtig gefreut. Ich hab ihm dann notdürftig und schonend die Wahrheit gesagt … Was aber nun ist ein ordentlicher Rücktritt? Darüber müsst Ihr Menschen Euch bei Bedarf den Kopf zerbrechen. Mir reicht im Wesentlichen eine klare Erklärung, etwa: Ich trete zurück und bin ab morgen nicht mehr Euer Tanzbär. Umso besser, wenn ich zusätzlich Respekt für diese Entscheidung empfinde. Wenn also jemand nicht aus Eigennutz, wegen erwiesener Bestechlichkeit oder sonstiger Verfehlungen die Brocken hinschmeißt, sondern sich um seinen todkranken Lebenspartner kümmert. Oder wenn jemand die politische Verantwortung für ein politisches Versagen übernimmt. Aber dass mir jetzt nicht gleich alle politisch tätigen Menschen zurücktreten! Nur weil Bärli schon wieder ruft: Alle Macht den Teddybären! Freitag, 30. Januar 2009
Geschrieben von Bryan
in Meine Freunde, WortklauBÄR Bryan
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In flagranti – was ist das?![]() „Erwischt!“, denkt sich der Papi. Härtzi IV (jeweils links zu sehen) ist Bärlis große und tiefe Liebe. Aber am Anfang, als Härtzi IV zu Bärlis Papi gezogen war, da wusste das ja noch niemand! Wir alle hatten keine Ahnung, bis eines Tages oder richtiger: eines Nachts … … Selten habe ich den Bärli so überrascht gucken sehen. Seit aber alle Bescheid wissen, geht er viel lockerer mit seinem „süßen Geheimnis“ um. Und ich gönne den beiden ihr großes Glück von ganzem Herzen. ![]() „Erwischt!“, denkt sich Bärli. Wenn heutzutage jemand bei einem Tun überrascht wird, das aus seiner Sicht und zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht allgemein bekannt werden sollte, dann steht manchmal hinterher in der Zeitung: XY wurde in flagranti erwischt. Wenn also mein Prinzchen im Hilton Paris La Defense mit Serafino fotografiert würde, oder ein anderes Prinzchen mit Pariser im Hilton, oder Paris Hilton mit diesem oder jenem Prinzchen – das alles wär ja in der Tat in flagranti. Egal, da schau ich mir lieber nochmal die zwei Bilder an … Sonntag, 9. November 2008
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
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Ein Flachwichser im Rückgebäude?![]() Ist doch klasse, meine Hochterrasse! Manchmal erzählt mir der Papi abends von einer „männlichen Person, deren Verhaltensweise, Meinung nachdrücklich abgelehnt wird“. Dann weiß ich Bescheid und sage „So ein Flachwichser“. Worauf mich der Papi für ungezogen hält. Aber nur zwei Sekunden lang, dann sind wir natürlich wieder einer Meinung. Über Schorsch W. Bush beispielsweise … Das kleine Wörtchen nachdrücklich unterscheidet übrigens laut Duden den Flachwichser vom gewöhnlichen Wichser. Wenn aber dieser F. (Ihr wisst nun auch Bescheid) sein Werk in einem Rückgebäude verrichtet, dann komme ich hier auf meinem blank gewichsten Terrassenstuhl ins Grübeln: Was ist denn eigentlich ein Rückgebäude? Hat das wer an einen anderen Platz gerückt, rückt das von Zeit zu Zeit aus, kehrt das vielleicht mal an seinen ursprünglichen Ort zurück? Lieber Duden, Du erklärst mir Rückfenster und Rückfront, nicht aber mein schönes Wort. Wenn der Papi und ich nur an Rückblende, Rückblick, Rückfall, Rückgewinnung, Rückhalt, Rückschlag, Rückstrahler und Rücktritt denken, dann wissen wir erst recht nicht mehr, was ein Rückgebäude ist! Um rücksichtsvolle Rückantwort wird gebeten. Wollt Ihr jetzt auch einen auffälligen Schluss? Tut mir leid, aber dafür reiß’ ich mir heut nicht den A. auf.
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