Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeTraubenfrisch geküsst mit Traubisoda!
Sonntag, August 15 2010 Der Papi hat so manchen Korb bekommen Samstag, Juli 31 2010 Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen Montag, Juli 5 2010 Das Eis und ich, wir schmelzen: Stéphane Lambiel! Freitag, Mai 7 2010 Bryans Schlagerladen, zweites Lied Sonntag, April 18 2010 Tumult im Gartenparadies Montag, März 22 2010 Anfeuern statt feuern: der Unternehmer Götz Werner Dienstag, März 2 2010 KategorienArchiveSucheStatische SeitenPowered by |
Samstag, 31. Juli 2010Der Papi hat so manchen Korb bekommen![]() … aber der hier war der schönste: Darf ich vorstellen, das ist Körbi! Sich einen Korb holen beziehungsweise einen Korb bekommen/erhalten/kriegen bedeutet zum einen: eine abschlägige Antwort auf einen Heiratsantrag erhalten. Zum anderen und heute wohl häufiger ist damit ganz allgemein eine Zurückweisung gemeint. Wenn Ihr also eine Abfuhr, eine Absage oder eine Ablehnung erhaltet oder wenn Ihr mit einem Antrag, einer Bitte, einer Aufforderung und dergleichen baden gegangen seid und auf Granit gebissen habt …: dann habt Ihr Euch gleichbedeutend einen Korb geholt oder einen bekommen. Wie und wann genau sich die besagte Redewendung in Eurem Sprachschatz verankert hat, bleibt freilich ziemlich im Dunkeln. Laut dem aktuellen Duden-Band 11 „Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik“ geht sie auf einen alten Brauch zurück: „In früheren Zeiten ließ sich in manchen Gegenden der Bewerber um die Gunst einer Frau von ihr in einem Korb zum Fenster hinaufziehen; wollte eine Frau zum Ausdruck bringen, dass sie den Bewerber ablehnte, so sorgte sie dafür, dass der Boden des Korbes durchbrechen musste. Später wurde es auch üblich, einem abgewiesenen Freier einen kleinen Korb ohne Boden zu überreichen.“ In seinem Buch „Das geht auf keine Kuhhaut!“ schrieb Kurt Krüger-Lorenzen (1904 bis 1971) im Herbst 1960 wesentlich eindeutiger: „Unerwünschte Anbeter wurden früher in einem schadhaften Korb zum Kammerfenster der Burg emporgezogen, in der die Geliebte wohnte. Bei dieser Prozedur fielen sie häufig mit dem Sitz durch. Daher auch durchfallen, beispielsweise bei einer Prüfung, aus allen Wolken fallen, er ist unten durch, …“ Montag, 22. März 2010
Geschrieben von Bryan
in Meine Freunde, WortklauBÄR Bryan
um
22:58
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tumult im Gartenparadies
Vor ein paar Tagen war der Papi in einem großen Gartenparadies in Wolfratshausen. Er wollte dort eine neue Küche kaufen … also natürlich nicht im Gartenparadies, sondern im nahe gelegenen Möbelhaus. Dieses Vorhaben aber ging gründlich daneben, und weil
![]() Hier zeige ich Prinzchen (r.) unsere neue Freundin. Und sie schaut und schaut und schaut ... Meistens verlaufen diese Besuche recht friedlich. Freundlich sagt der Papi zu jedem neuen Pflänzchen im Einkaufswagen „Herzlich willkommen“. Diesmal aber war alles anders. „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ schrie plötzlich jemand aus der Dekorationsabteilung. Es war ein wahrlich riesiger Kauz aus Porzellan, der da aufgetakelt und wild mit seinen Flügeln schlagend für Rabatz sorgte. Ein mutiger kleiner Frosch gab ordentlich Kontra: „Von wegen ‚Star‘! Gebt dem Kauze was auf die Schnauze!“ Aber der mächtige Kauz scharrte weiter mit seinen Krallen. Die Papageien heizten die Stimmung an und zeterten um die Wette, eine Schildkröte versuchte die Gemüter zu beruhigen. Vergeblich. Den Papi allerdings interessierte der ganze Rummel nicht mehr. Längst hatte er nämlich ein paar Meter weiter eine süße blaue Eule entdeckt, die ihm voller Zutrauen zuflüsterte: „Nimmst Du mich mit zum Johannes? Ich halte dieses Geschrei nicht länger aus. Ich suche ein liebevolles Zuhause.“ Ihr müsst wissen, der Johannes ist ein großer Eulenfreund. Und er ist tatsächlich der einzige Freund, der den Papi ohne Bedenken und ungestraft „etwas kauzig“ nennen darf. Denn aus Johannes’ Mund klingt das doch wie ein schönes Kompliment! Na ja, das glaubt jedenfalls der Papi. Montag, 7. September 2009Pferdeboxen à la Bärli
Es gab eine Zeit, als mein Freund Bärli noch ganz neu bei uns war. Fleißig übte er das Lesen und marschierte zur Entspannung wohl des Öfteren allein durch die oberbayerische Landschaft. Eines Tages sah er vor einem kleinen Dorf ein großes Schild. Das hat ihn mächtig beschäftigt.
![]() Eine nachgestellte Szene! Näheres im Nachtrag. Ich werde den Bärli immer in Schutz nehmen. Auch wenn bei ihm so manches schiefgeht. Denn Bärli hat sein Herz genau am richtigen Fleck! Und außer Pferdeboxen gibt es noch viele andere missverständliche Worte in Eurem Sprachschatz. Denkt nur mal an die Denkpause. Woher soll Euer Bryan wissen, ob Ihr grad eine Pause zum Denken oder aber eine Pause vom Denken meint? Natürlich ist mir klar, dass ein Schmerzmittel hoffentlich gegen Schmerzen wirkt und der Hustensaft gegen den Husten. Bei den Worten Geldmittel und Fleischsaft ist Eure Logik offensichtlich eine andere. Nun fällt mir grad das Wort Nestflüchter ein. Aber woher kann ich denn wissen, ob da jemand ins Nest hinein oder aber aus dem Nest hinaus flüchtet?! Für mich sind so viele Wörter mehrdeutig und viele Begriffe schief. Das fängt schon bei der Tür an! So sagte der „Schimanski“-Schauspieler Götz George vor Jahren anlässlich eines runden Geburtstages: „Ich springe immer noch durch Türen.“ Woraufhin der Papi in seiner Laudatio meinte: „Nun, wenigstens am Geburtstag machen wir sie vorher auf!“ Zwei Monate später ging der Papi dann zur Stimmabgabe, sogar zweimal. Danach sprach er aber immer noch, zum Beispiel: „Ich hatte heut einen Platten.“ Da meinte er eigentlich, dass sein Fahrrad beziehungsweise er eine Reifenpanne hatte. Andererseits ist bei ihm auch manchmal die Luft raus, ohne dass er was von Platten sagt. Der Papi nennt das dann Sendepause! Und ich brauch’ die erwähnte Denkpause. Dienstag, 4. August 2009
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
um
00:13
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Das Rückgebäude: endlich anerkannt!![]() Nun ist im Rückgebäude gut feiern! Vor wenigen Tagen nun ist die 25. Auflage des Rechtschreib-Dudens erschienen (Duden Band 1: Die deutsche Rechtschreibung, Mannheim 2009). Und stellt Euch vor: Als eines von den angeblich 5.000 neu aufgenommenen Wörtern sehe ich zwischen Rückgängigmachung und rückgebildet endlich mein schönes Rückgebäude erstrahlen! Freilich, auf meine seinerzeit erbetene Erklärung des Wortes muss ich auf jeden Fall bis zu einer Neuauflage des Deutschen Universalwörterbuchs warten. Aber ein Anfang, die offizielle Anerkennung als Wort, ist gemacht. Da sage noch einer, kleine Teddybären könnten keine anständige Lobbyarbeit verrichten! Apropos: Das Wort Lobbyarbeit sähe ich auch gerne im Duden stehen. Ein guter Grund: Wer nach Rückgebäude googelt, erhält derzeit rund 53.000 Treffer – bei Lobbyarbeit sind es über 223.000! Und warum im Duden Band 1 seit vielen Auflagen (diesmal auf Seite 30 unten rechts) ein sehr bekannter Romantitel falsch geschrieben wird, ist für mich nur schwer nachzuvollziehen. Das Meisterwerk des bayerischen Autors Patrick Süskind heißt klar und eindeutig Das Parfum. Parfum also mit fum statt füm, liebe Duden-Redaktion! Bazis, badische ... Donnerstag, 4. Juni 2009Heut plaudere ich mal aus dem Nähkästchen
Ja, es stimmt: Auch den Papi schaue ich mit großen Augen an, wenn er mal wieder aus dem Nähkästchen plaudert. Wobei es ja für jemanden, der mit bürgerlichem Nachnamen Schneider heißt, grundsätzlich viel besser passt als für andere. Was aber ist mit diesen Worten gemeint? Und wie kam und kommt es dazu, dass viele Leute aus dem Nähkästchen plaudern, obwohl sie gar keines haben?
Selbst Band 11 der Duden-Reihe (Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten) verrät nur den Sinn der angeblich umgangssprachlichen Worte: Demnach plaudern die Menschen aus dem Nähkästchen, wenn sie etwas verraten; Einblick in Dinge gewähren, die anderen sonst nicht zugänglich sind. Zwei Beispiele nennt der Duden, als erstes: Man versuchte die Vorgänge geheim zu halten, aber offensichtlich hatten schon einige Leute aus dem Nähkästchen geplaudert. Und als zweites Beispiel zitiert die Auflage von 1992 eine schon damals uralte Fernsehzeitschrift aus dem Jahre 1979: Bei trockenem Weißwein … plaudert der bärtige Hanseat aus dem Nähkästchen. ![]() Bärli nimmt das wörtlich. Ein herzliches Danke unserer Freundin Maria! Eine andere mögliche Erklärung: Gesellige Damenrunden und junge Mädchen trafen sich zum Nähkränzchen oder zu Nähnachmittagen, bei denen Heimlichkeiten sowie die neuesten Klatsch- und Tratschgeschichten ausgetauscht wurden. Im Lauf der Zeit ging dann das Geplaudere aus dem Nähkästchen in die Umgangssprache ein. In vielen Quellen ist die Rede davon, dass der großartige deutsche Schriftsteller Theodor Fontane (1819 bis 1898) für die Prominenz des Nähkästchens verantwortlich ist. Im Internet werdet Ihr sehr oft Hinweise wie etwa folgenden finden: In Fontanes Meisterwerk „Effi Briest“ entdeckt Landrat Geert von Innstetten im Nähkästchen seiner Frau Effi verhängnisvolle Briefe. Diese Briefe enthüllen eine sieben Jahre zurückliegende Liebesaffäre Effis mit dem Major Crampas. Das hat leider tödliche Folgen, blablub. Der Papi hat mir gerade den Roman hingelegt – und ich zitiere mal eben: „… holen Sie nur das Stemmeisen, Roswitha, wir wollen den Deckel aufbrechen.“ Hallo und aufgemerkt, ein Stemmeisen fürs Nähkästchen?! Nein, die Wahrheit liegt im Nähtisch: Dort nämlich, „unter dem dritten Einsatz, ganz unten“ im letzten Fach des Nähtisches, dort findet Roswitha auf der verzweifelten Suche nach Verbandszeug die Briefe ihrer Herrin. Und erst als der Hausherr den ausgeräumten Nähtisch wieder einräumen will, kommt es zur schicksalhaften Entdeckung des genauen Inhalts. Nur Stunden später wird Baron Innstetten über die Briefe seiner Frau ausdrücklich sagen: „Ich fand sie heut in ihrem Nähtisch.“ Bei Shakespeare würde Julia jetzt sicher etwas wie „Es war der Nähtisch und nicht das Nähkästchen“ murmeln. Ich aber plauderte gerne aus dem Nähkästchen und Ihr, liebe Freunde, wisst nun hoffentlich etwas besser darüber Bescheid. Donnerstag, 23. April 2009
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
um
23:54
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
„Ich entschuldige mich“ – „Das geht aber nicht“![]() Bärli (l.) fragt mich: „Kannst Du mir verzeihen?“ – „Yes, I can!“ Denn – und nehmt bitte mich und den Begriff Entschuldigung beim Wort: Wo kämen wir da hin, wenn sich jeder selbst ent-schuldigen könnte?! Jemanden entschuldigen kann logischerweise allenfalls derjenige, der um Entschuldigung gebeten wird. Also ich finde das ja Klasse, endlich habe ich mal was zu entscheiden: Entweder ich nehme die Bitte um Entschuldigung an oder ich entschuldige den „Frevler“ eben nicht. Wer immer es ernst und ehrlich mit mir und mit seiner Reue meint, der gebe gut auf seine Worte acht. Passt auch Ihr bitte einfach mal genau auf, wer bei Euch wie für seine Verfehlungen beziehungsweise sein Unrecht um Nachsicht, Verständnis oder um Entschuldigung bittet: Sich selbst einen Frei-spruch zu erteilen, das geht einfach nicht, Ihr T-Mobiles und Mehdorns dieser Welt. Ist aber halt viel praktischer für Euch: Das Risiko, nicht entschuldigt zu werden, ist mitunter wohl zu groß – da entschuldigt man sich lieber gleich selbst. Freitag, 6. März 2009Herzlich willkommen – ist das denn so schwer?![]() Prinzchen (rechts) entbietet Euch ein herzliches Willkommen, ich heiße Euch herzlich willkommen. Alles klar? Worum es geht: Vorsichtig geschätzt an die achtzig Prozent von Euch Menschen schreiben herzlich willkommen anders als der Duden und ich es zulassen! Grad neulich hat wieder ein lieber Freund von uns seine neue Website online gestellt. Als Eröffnungshammer las ich prompt und mit Entsetzen ein großes W statt eines kleinen. Saftladen. Da bleibt mir jetzt keine Wahl, ich zitiere den Duden: „In Begrüßungsformeln schreibt man willkommen klein, da es sich um das Adjektiv handelt: Herzlich willkommen in Deutschland! Seien Sie willkommen bei uns!“ Natürlich gibt es statt des Adjektivs willkommen auch das Substantiv Willkommen: Es ist mir also durchaus willkommen, wenn Ihr zur Begrüßung über Eure Homepages Ein herzliches Willkommen! schreibt. Auch Ein fröhliches Willkommen! ist mir stets herzlich willkommen, nur eben bitte, bitte kein groß geschriebenes Willkommen, wenn ich denn wirklich herzlich willkommen sein soll. Sind wir wieder gut miteinander? Dabei befürchte ich ja, dass es mit herzlich willkommen eines Tages genauso kommen wird wie mit dem eher umgangssprachlichen Abschiedsgruß tschüs: Früher mal war alleine tschüs bzw. Tschüs richtig. Aber vorsichtig geschätzt an die achtzig Prozent von Euch Menschen … – siehe oben … – schrieben Jahr über Jahr unbeirrt und furchtlos tschüß bzw. Tschüß. Irgendwann erlaubte dann der Duden tatsächlich beide Schreibvarianten! Und so ist es prinzipiell auch heute, nur heißt es eben seit der Rechtschreibreform tschüss. Deswegen könnte ich Euch jetzt tschüs, tschüss, Tschüs oder Tschüss sagen – oh Gott, meine Lippen brennen! Aber ich sag Euch lieber Servus, seid mir hier bald wieder herzlich willkommen! Dienstag, 3. März 2009Was genau heißt „Bio“?
Ich bin’s, Euer Biobär. Meine Umweltbilanz ist hervorragend. „Bist in Ordnung“, sagt der Papi immer und lächelt. Doch im Ernst, was genau wollt Ihr Menschen mit dem Begriff „Bio“ ausdrücken? Mehr als eine Zitrone, denke ich mir.
Hier soll es nicht um die Kurzformen von Biologie und Biografie gehen. Auch an Alfred Biolek oder gar den internationalen Flughafencode BIO für Bilbao hatte ich bis eben nicht gedacht. Mit den drei Bedeutungen zu bio…/Bio… aus Papis großem Fremdwörterlexikon nähere ich mich aber der Sache. Dort steht etwas von 1. in irgendeiner Weise mit organischem Leben in Beziehung stehend, von 2. das Leben betreffend; Lebensvorgänge; Lebewesen; Lebensraum und von 3. gesund, natürlich, ohne chemische Zusätze. Grundlage für das Wortbildungselement bio.../Bio... ist βίος, das griechische Wort für Leben. Eigentlich im Sinn hatte ich „die gesetzlich geschützte Vorsilbe für Produkte aus ökologischer Landwirtschaft“ (ein Zitat aus www.wikipedia.de). Denn das klingt doch richtig gut, eine gesetzlich geschützte Vorsilbe! Doch wäre es wohl besser, Eure Lebensmittel wären geschützt.Herrje, bisher waren alle meine Erklärungsversuche noch relativ einfach. Aber nun müsste ich tatsächlich das europäische Bio-Siegel näher vorstellen. Es wurde im März 2000 eingeführt, wird aber schon in diesem Jahr durch ein neues Bio-Siegel (mit verwässertem Kriterium-Katalog?) ersetzt werden. Als Zweites hätte ich über das deutsche staatliche Bio-Siegel zu berichten (seit September 2001; siehe Abbildung). Danach kämen dann die vielen verschiedenen deutschen Bio-Siegel der Produktionsverbände dran. Diese Siegel kennzeichnen Produkte, die die Mindeststandards der EG-Öko-Verordnung übertreffen und den strengeren Bestimmungen des jeweiligen Verbandes (Bioland, Demeter, Naturland etc.) genügen. Aber wer von Euch würde mir da noch zuhören, Öko-Kontrollstelle hin und Agrarwende her? Unglaublich, wie kompliziert der Begriff „Bio“ ist. Deswegen kommt jetzt meine schönste Erklärung: Wenn der Papi und ich untertags weit vor den Toren Münchens werkeln, dann bekommt er öfters eine SMS aus der Landeshauptstadt. Und in diesem Fall weiß ich wirklich ganz genau, was BiO heißt, nämlich Bussi ins Outback! Montag, 23. Februar 2009
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
um
18:07
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
„Die Evidenz ist evaporiert“ – wie bitte, was?
Meine Güte, versteht mich denn einer oder keiner? Doch natürlich stammt der Titel gar nicht von mir: So Gescheites reden kann offensichtlich nur ein sehr kluger Mensch und gewiss kein kleiner Teddybär.
![]() Alles im Rahmen am Rosenmontag, bitte! Mit seiner Bemerkung wollte der neue CERN-Chef wahrscheinlich nur mitteilen, dass einiges im Unklaren ist: Weil nämlich sämtliche Beweisstücke verdampft oder verpufft sind, wird sich niemals klären lassen, warum das eine durchschmorte und das andere tonnenweise auslief. Alles sehr kompliziert! Evidenz meint jedenfalls das Unmittelbar-einleuchtend-Sein. Wenn etwas evident ist, dann braucht man keinen Beweis dafür, es ist augenfällig und gewiss. Evaporieren wiederum ist zum einen ein anderes Wort für verdunsten. Außerdem bedeutet es: etwas durch Eindampfen mehr oder weniger des Wassergehalts berauben und dadurch dickflüssig(er) machen. In seiner Küche evaporiert der Papi recht häufig und nicht immer ganz freiwillig! – „Kennt ihr den Franz Branntwein?“ Mit dieser Frage stürmte vor vielen Jahren einer von Papis Mitschülern in den Klassenraum. Das war der Auftakt für ein wochenlanges Sammeln von eher alltäglichen Begriffen, die aber alle einen Vornamen enthalten: zum Beispiel Mario Nette, Peter Silie, Moni Tor, Ellen Bogen, Mark Eting oder Theo Loge. Jeder in der Klasse kannte bald die Resi Denz und als der Papi nach ihrer Schwester Evi fragte, wurden aus den beiden Klassenkameraden zwei Freunde. Leider ist Papis Freund später bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt. Aber noch heute werden schöne Erinnerungen lebendig, wenn jemand von Eva Poriert und von Evi Denz spricht. Erinnerungen auch an den Bernhard Iner und die Pia Nistin, dem LHC sei Dank! (Bryan, der Faschingsmuffel.)
(Seite 1 von 2, insgesamt 12 Einträge)
» nächste Seite
|
