Euer Bryan denkt besonders in diesen Tagen oft an seinen liebsten
Staatspräsidenten zurück. Es handelt sich hierbei um einen Italiener – aber dass mir jetzt ja niemand auf die Idee kommt, ich würde von Ex-
Ministerpräsident
Bärlusconi reden ... Nein, der Mensch, den der Papi und ich seit vielen Jahren für ein wahrhaftiges und vorbildliches politisches Wesen halten, ist
Sandro Pertini (Foto nebenan). An ihn denken wir, ihn nennen der Papi und ich, wenn uns jemand nach einer moralisch beispielgebenden, glaubwürdigen Persönlichkeit mit größter menschlicher und politischer Autorität fragt, äähhh, fragen sollte.
In Erinnerung an ihn glänzt Italien noch heute, und vor Sandro Pertinis Lebensleistung verneigen wir zwei uns ehrfürchtig und voller Bewunderung.
Viele andere Politiker sollten sich mehr als nur eine Scheibe bei ihm abschneiden. Auweia, da will ich nicht politisch werden und kann doch nicht anders, als auf zwei meiner bisherigen Artikel zu verweisen:
„Ordentlich zurücktreten, wie geht das?“ und
„Adel verzichtet – ein Franke auf Entzug“. Fehlt als Drittes nur noch der Verweis auf
„‚Ich entschuldige mich‘ – ‚Das geht aber nicht‘“.
Weiß Gott, es war eine andere Zeit, in der Sandro Pertini wirkte. Und ein anderes Land. Doch bei der Durchsicht seiner Wikipedia-Biografie verspüre ich wieder mal so richtig die tiefe Sehnsucht nach einem guten Präsidenten für mein Bärenherz. Liebe Freunde, Ihr könnt etwa im Online-Nachschlagewerk Wikipedia eine ganze Menge über den am 25. September 1896 geborenen und am 24. Februar 1990 verstorbenen Alessandro Pertini nachlesen. Italienischer Staatspräsident war er von Juli 1978 bis Juni 1985. Vor dieser Zeit hatte er bereits eine Menge erlebt – doch keine Sorge, ich fasse mich kurz und auch das Hauptabendprogramm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wird wegen Sandro Pertini niemals mehr geändert werden. Schade eigentlich!
Sandro Pertini: Sohn eines reichen Grundbesitzers aus dem Piemont, Salesianer-Internat, Gymnasium, ligurische Arbeiterbewegung. Studium der Sozial- und der Rechtswissenschaften, Promotion, später Diplomstudium der Politikwissenschaften. „1917 wurde Pertini eingezogen, nahm als Leutnant an der Isonzo-Front am Ersten Weltkrieg teil und erhielt einige Auszeichnungen für Mut und Tapferkeit. 1918 trat er dem Partito Socialista Italiano (PSI) bei.“ (PSI heißt auf Deutsch SPI, also Sozialistische Partei Italiens. Auch alle folgenden Zitate haben der Papi und ich der Wikipedia von heute entnommen.)