Kalt weht er mir ins Gesicht, der Wind der ... nein, nein, mir ist gar nicht kalt, macht Euch bitte keine Sorgen. Allenfalls bin ich ein wenig nervös: Ich will Euch, liebe Freunde, nämlich heute ein besonders trauriges Lied näher vorstellen – eines von geschätzt 497 wundervollen Liedern, die mein kleines Bärenherz so tief bewegen! Vorher jedoch dies:
Kein Teddybär der Welt kann zu einem anderen Teddybär so fies und gemein sein, wie es manche von Euch Menschen zueinander sind. Das musste ich feststellen, als ich mir im Internet ein paar Kommentare über dasjenige Schlagerduo ansehen wollte, von dem mein viertes Lied im Schlagerladen stammt. Ich hätte beinahe deprimiert aufgegeben, aber der Papi hat mich in meinem Selbstvertrauen bestärkt. Sollen die
bösen Menschen doch ruhig weiterhin ihre fürchterlichen Meinungen zu verbreiten suchen, was kümmert das Euren Bryan? Und mit Verlaub, wahrscheinlich präsentiere ich Euch tatsächlich niemals ein zweites Lied des Schlagerduos „Die Amigos“, von dem gleich kurz die Rede sein wird. Aber das Lied, das ich Euch ans Herz legen möchte, macht „den ganzen anderen Schrott wieder gut“, wie mir mein oft so sarkastischer Freund
Serafino eines Abends gestand – mit einem Tränchen im Knopfloch!
„Die Amigos“ gibt es schon sehr lange im Reich des deutschen Schlagers: Im Jahr 1970 gründete das musikbegeisterte junge Brüderpaar Bernd (geboren im Dezember 1950, Leadsänger und Schlagzeug) und Karl-Heinz Ulrich (November 1948, Gitarre, Keyboard, Zweitstimme) aus dem mittelhessischen Villingen (Hungen) eine Schlagerband. Viele Jahre lang tingelten die Amigos über die Dörfer und Städte, die kleine Welt war begeistert, die große überschüttete sie schon damals mit Häme, strafte die beiden mit Ver- und Nichtachtung. Und so erschien das erste Studioalbum der Amigos erst im Jahr 1989! Ihr langjähriger Live-Keyborder Witold Piwonski erlitt 2000 einen schweren Schlaganfall und starb nach acht Jahren im Wachkoma. Für das Brüderpaar kam erst mit der österreichischen Plattenfirma MCP Sound & Media im Jahr 2006 der große Durchbruch: „Musikantenkönig“, „Musikantenkaiser“, Musikantenstadl, mehrere Goldene und Platin-Schallplatten, Echo-Nominierungen, Krone der Volksmusik 2009 und 2010, Echo-Gewinn 2011 in der Kategorie Volkstümliche Musik.