Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeEin kleines Flüsschen schreibt Geschichte
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Donnerstag, 26. März 2009Kleine Stadt und großer Held: „Smallville“!![]() Ein Blick sagt mehr als tausend Worte: Schauspieler Tom Welling ist Clark Kent. Wahr aber ist, dass der Papi und ich ab 27. März eine Weile nicht mehr ansprech- und erreichbar sein werden. An diesem Freitag erscheint nämlich endlich die siebte Staffel der TV-Serie Smallville auf DVD. Sechs Scheiben, zwanzig neue Folgen, und wir katapultieren uns in eine ganz eigene kleine Welt, ohne störende Werbung und andere Ablenkungen. Seit einigen Jahren geht das schon so mit mir, dem Papi und mit Smallville. Spätestens beim Titelsong Save Me von Remy Zero weiß ich genau: Kleine Stadt und großer Held, das ist es, was mir gefällt! Ja, wenn ich meinen Papi nicht hätte, dann würde ich gerne dem Schauspieler Tom Welling auf seinem schönen Näschen herumtanzen. Der ist die Hauptperson in Smallville und spielt den Farmerjungen Clark Kent. Doch da muss ich jetzt doch etwas länger ausholen … ![]() Ein Bild aus Staffel 1: Familie Kent mit Lana und Lex. Im Jahr 1989 geht ein verheerender Meteoritenschauer über dem Städtchen Smallville nieder. Mit den Meteoriten kommt ein kleiner Junge auf die Erde. Das kinderlose Farmer-Ehepaar Martha und Jonathan Kent adoptiert den Clark genannten Jungen und erzieht ihn liebevoll. Sein Raumschiff wird im Keller der Farm geparkt. Zwölf Jahre sind vergangen, als die eigentliche Serienhandlung beginnt. Wir werden im Lauf der Zeit Zeugen der unglaublichen Fähigkeiten, über die der Teenager Clark Kent verfügt: Er kann sich rasend schnell fortbewegen – schneller als eine Gewehrkugel! Er ist tausendmal stärker als jeder Stier und nahezu unverwundbar, er hat den Röntgen- und den Hitzeblick, hört viel besser als ich und kann (als Kal-El) sogar ohne Flugzeug fliegen … Leider gilt das alles nicht mehr, wenn grünes Kryptonitgestein ins Spiel kommt. Dienstag, 24. März 2009Ich bin für die Ente mit 67!
Liebe Freunde, zugegeben, diese Überschrift führt Euch vermutlich auf eine völlig falsche Fährte. Sie ist nämlich überhaupt nicht despek-tierlich gemeint. Immerhin wird die Ente im Buddhismus als Sinnbild für die Unterdrückung des Bösen angesehen. Speziell die Mandarinente steht in China wegen ihrer ausgeprägt monogamen Lebensweise für eheliche Treue. Ich liebe Enten! (schmatz, schmatz …)
Der Papi hat mir – natürlich aus Daunenfedern – gerade ein Wälzlager eingerichtet, auf dem ich mich nach Herzenslust hin und her drehen kann. Und endlich bin ich da, wo ich hinwill: Heute breche ich nämlich eine Wanze für eine inzwischen berühmte fränkische Unternehmerlady. Von Bohlen hin und Halbach her: Bryan bittet Euch nun zum Schaeffler-Tanz! ![]() Die heute 67-jährige Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler auf einem „Werksfoto“, www.ina.de Nach dem Tod ihres 79-jährigen Mannes im August 1996 leitete Maria-Elisabeth Schaeffler die Firmengruppe zunächst eher im Verborgenen, zusammen mit ihrem Sohn Georg (ihr zweiter Sohn kam vor vielen Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben). Sie baute das Unternehmen stark aus – Umsatz, Investitionen und Beschäftigtenzahl stiegen jeweils um das Dreifache! „Die Schaefflerin“ galt als eine der einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft. Doch ob ihr Privatvermögen heute nun drei oder fünf Milliarden Euro beträgt, ist mir egal: Wichtig ist, dass die INA Holding Schaeffler KG als eines der 50 größten deutschen Unternehmen bei einem Umsatz von fast 9 Milliarden Euro derzeit weltweit 71.000 Mitarbeiter beschäftigt! Die kunst- und kulturbegeisterte Frau Schaeffler (ich sage nur: Wien!) erhielt im Lauf der Zeit zahlreiche in- und ausländische Orden, Ehrungen und Auszeichnungen. Damit könnten wirklich viele Teddybären ordentlich behängt werden! Doch das Verhängnis nahm seinen Lauf: Alle ihre Verdienste um Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Soziales gerieten völlig in den Hintergrund, als sich „die listige Witwe“ Mitte 2008 anschickte, den dreimal so großen Hannoveraner Traditionskonzern Continental zu übernehmen. Erst ein Wirtschaftskrimi, dann ein Wirtschaftsdrama; über die augenblickliche Situation schreibt ein Branchenkenner: „Frau Schaeffler steht auf einer Brücke: Vor ihr wütet ein Wirbelsturm, hinter ihr tobt ein Erdbeben.“ In einem großen SPIEGEL-Interview (Heft 13/2009) nahm Maria-Elisabeth Schaeffler kürzlich zusammen mit ihrem Sohn Georg F. W. Stellung. Euer Bryan hat dieses von Armin Mahler und Janko Tietz geführte Interview sorgfältig gelesen. Nun wünsche ich mir einfach, dass differenzierter als bisher über die angebliche Hasardeurin (also eine verantwortungslose Zockerin) berichtet wird. Und Alexis Carrington-Colby ist auch jemand ganz anderes! Danke, sagt (nicht nur) der Franke. Samstag, 7. März 2009Kennt Ihr den Raistinger Bärendom?![]() Hier hat der Papi ihn vom gegenüberliegenden Ufer aus fotografiert. Es geht vielmehr um eine kleine Kapelle, die nur wenige Meter vom Ufer der besagten Rott entfernt steht. Ihr findet dieses Kapellchen rechter Hand am Straßenrand, ungefähr 700 Meter nach dem Ortsausgang von Raisting Richtung Dießen. Eine Inschrift an der 1925 eingeweihten Kapelle bewegt die Herzen – zumindest die von mir und dem Papi. Es steht dort geschrieben: Frohgemut trägst du den Wandrer, ![]() Für Euch ist’s nur eine kleine Kapelle, für mich der Raistinger Bärendom! Die schmale Brücke freilich, die einst mit diesem Sinnspruch bedacht worden war, die gibt es längst nicht mehr. Sie ist durch eine viel breitere an anderer Stelle ersetzt worden; nur ihre Pfeiler stehen noch im plätschernden Wasser der Rott. Demnächst wird wohl der seinerzeit begradigte Flüsschenlauf renaturiert, dann werden auch die letzten Brückerlreste verschwunden sein. Der Papi und ich, wir lieben ja seit je schöne Brücken und Gedenkstätten. Und jenes kleine Raistinger Kapellchen hat Euer Bryan spontan „Bärendom“ getauft (offiziell ist es natürlich die Rott-Kapelle). Doch seine in Stein gemeißelte Inschrift bewegt uns zudem auf eine spezielle Weise und wir werden beide sehr sentimental: War es denn wirklich Zufall, dass der Papi zu einer ganz besonderen Zeit zum ersten Mal vor dieser Gedächtniskapelle stand? Als nämlich klar war, dass ein uns sehr lieber Mensch schon sehr bald die Brücke in die Ewigkeit beschreiten würde? Tja, so rühren also einige Worte des damaligen Raistinger Dorfpfarrers Johannes Tremel (1869 bis 1935) mein Bärengemüt. Hätte ich wirklich nicht gedacht! Freitag, 6. März 2009Herzlich willkommen – ist das denn so schwer?![]() Prinzchen (rechts) entbietet Euch ein herzliches Willkommen, ich heiße Euch herzlich willkommen. Alles klar? Worum es geht: Vorsichtig geschätzt an die achtzig Prozent von Euch Menschen schreiben herzlich willkommen anders als der Duden und ich es zulassen! Grad neulich hat wieder ein lieber Freund von uns seine neue Website online gestellt. Als Eröffnungshammer las ich prompt und mit Entsetzen ein großes W statt eines kleinen. Saftladen. Da bleibt mir jetzt keine Wahl, ich zitiere den Duden: „In Begrüßungsformeln schreibt man willkommen klein, da es sich um das Adjektiv handelt: Herzlich willkommen in Deutschland! Seien Sie willkommen bei uns!“ Natürlich gibt es statt des Adjektivs willkommen auch das Substantiv Willkommen: Es ist mir also durchaus willkommen, wenn Ihr zur Begrüßung über Eure Homepages Ein herzliches Willkommen! schreibt. Auch Ein fröhliches Willkommen! ist mir stets herzlich willkommen, nur eben bitte, bitte kein groß geschriebenes Willkommen, wenn ich denn wirklich herzlich willkommen sein soll. Sind wir wieder gut miteinander? Dabei befürchte ich ja, dass es mit herzlich willkommen eines Tages genauso kommen wird wie mit dem eher umgangssprachlichen Abschiedsgruß tschüs: Früher mal war alleine tschüs bzw. Tschüs richtig. Aber vorsichtig geschätzt an die achtzig Prozent von Euch Menschen … – siehe oben … – schrieben Jahr über Jahr unbeirrt und furchtlos tschüß bzw. Tschüß. Irgendwann erlaubte dann der Duden tatsächlich beide Schreibvarianten! Und so ist es prinzipiell auch heute, nur heißt es eben seit der Rechtschreibreform tschüss. Deswegen könnte ich Euch jetzt tschüs, tschüss, Tschüs oder Tschüss sagen – oh Gott, meine Lippen brennen! Aber ich sag Euch lieber Servus, seid mir hier bald wieder herzlich willkommen! Mittwoch, 4. März 2009
Geschrieben von Bryan und Jens Andergast
in Bryan hört Musik, Mensch des Monats
um
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Wodka für die Königin!![]() Das ist sie, die Unvergleichliche: Zarah Leander im Jahr 1938. Über diese Frau hat der italienische Regisseur Federico Fellini mal gesagt: „Immer bekam ich eine Gänsehaut, wenn ich sie hörte. Sie war die Löwin, von der sich ein Mann gerne auffressen lassen würde.“ Auf dem Bild habt Ihr ja hoffentlich gleich erkannt, wer dieses Mal mein Mensch des Monats ist: die einzigartige Zarah Leander. Ihre Lieder rühren also weiß Gott nicht nur mein kleines Bärenherz: Und was fängt man am End mit dem Herzen an, wenn es keinen gibt, dem man es schenken kann? Ja schmacht, denkt doch einfach mal darüber nach! Denn ob melancholische Balladen oder pathetische Chansons: Wo gibt es heute noch so viel Inhalt mit so viel Tiefe? Und in anderen Liedern wiederum so viele erfrischend eindeutige Zweideutigkeiten?! Ach, schon kramt Euer Bryan wieder mit dem Papi im Plattenschrank. Apropos Papi, der hat vor einigen Jahren in einem Special-Interest-Onlinemagazin ziemlich ausgiebig an Zarah Leander erinnert. Da steht im Prinzip all das drin, was ich Euch auch gesagt hätte. Und wollt Ihr wissen, wie ich auf meinen Wodka-Titel gekommen bin? Dann lest doch bitte, was der Papi damals geschrieben hat, übrigens unter der romantischen Überschrift … geht die Liebe durch ein weites Land. Dienstag, 3. März 2009Was genau heißt „Bio“?
Ich bin’s, Euer Biobär. Meine Umweltbilanz ist hervorragend. „Bist in Ordnung“, sagt der Papi immer und lächelt. Doch im Ernst, was genau wollt Ihr Menschen mit dem Begriff „Bio“ ausdrücken? Mehr als eine Zitrone, denke ich mir.
Hier soll es nicht um die Kurzformen von Biologie und Biografie gehen. Auch an Alfred Biolek oder gar den internationalen Flughafencode BIO für Bilbao hatte ich bis eben nicht gedacht. Mit den drei Bedeutungen zu bio…/Bio… aus Papis großem Fremdwörterlexikon nähere ich mich aber der Sache. Dort steht etwas von 1. in irgendeiner Weise mit organischem Leben in Beziehung stehend, von 2. das Leben betreffend; Lebensvorgänge; Lebewesen; Lebensraum und von 3. gesund, natürlich, ohne chemische Zusätze. Grundlage für das Wortbildungselement bio.../Bio... ist βίος, das griechische Wort für Leben. Eigentlich im Sinn hatte ich „die gesetzlich geschützte Vorsilbe für Produkte aus ökologischer Landwirtschaft“ (ein Zitat aus www.wikipedia.de). Denn das klingt doch richtig gut, eine gesetzlich geschützte Vorsilbe! Doch wäre es wohl besser, Eure Lebensmittel wären geschützt.Herrje, bisher waren alle meine Erklärungsversuche noch relativ einfach. Aber nun müsste ich tatsächlich das europäische Bio-Siegel näher vorstellen. Es wurde im März 2000 eingeführt, wird aber schon in diesem Jahr durch ein neues Bio-Siegel (mit verwässertem Kriterium-Katalog?) ersetzt werden. Als Zweites hätte ich über das deutsche staatliche Bio-Siegel zu berichten (seit September 2001; siehe Abbildung). Danach kämen dann die vielen verschiedenen deutschen Bio-Siegel der Produktionsverbände dran. Diese Siegel kennzeichnen Produkte, die die Mindeststandards der EG-Öko-Verordnung übertreffen und den strengeren Bestimmungen des jeweiligen Verbandes (Bioland, Demeter, Naturland etc.) genügen. Aber wer von Euch würde mir da noch zuhören, Öko-Kontrollstelle hin und Agrarwende her? Unglaublich, wie kompliziert der Begriff „Bio“ ist. Deswegen kommt jetzt meine schönste Erklärung: Wenn der Papi und ich untertags weit vor den Toren Münchens werkeln, dann bekommt er öfters eine SMS aus der Landeshauptstadt. Und in diesem Fall weiß ich wirklich ganz genau, was BiO heißt, nämlich Bussi ins Outback!
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