Herzlich willkommen und hallo, hier Bryan! Hm, es gibt den Weltraum, unendliche Weiten, das Web und mittendrin seit vielen Monaten auch mich, den Bryan. Ich bin ein kleiner Teddybär aus Bayern und lebe bei meinem Papi, der als Autor, Lektor und Redakteur arbeitet. Der Papi hat mich auch ermuntert, Euch von meiner Welt zu erzählen. Gute Unterhaltung!Aktuelle EinträgeEin kleines Flüsschen schreibt Geschichte
Freitag, Februar 10 2012 In Verehrung für meinen liebsten Präsidenten! Donnerstag, Januar 5 2012 Herzliche Grüße zur Weihnachtszeit Freitag, Dezember 23 2011 Bryans Schlagerladen, viertes Lied Donnerstag, Dezember 15 2011 Am Sonntag, dem 11., war Freitag der 1.! Donnerstag, Dezember 15 2011 Sucht Ihr im letzten Moment ein Geschenk? Sonntag, Dezember 11 2011 Mit Bryan unterwegs: Colle Sommeiller Mittwoch, August 31 2011 KategorienArchiveSucheStatische SeitenPowered by |
Freitag, 10. Februar 2012
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, WortklauBÄR Bryan
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18:37
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Ein kleines Flüsschen schreibt Geschichte
Landauf und landab höre ich seit vielen Wochen vom Rubikon. Dieses südlich von Ravenna in die Adria mündende Flüsschen wäre überschritten worden, heißt es im Zusammenhang mit dem Bundespräsidenten dann wieder und wieder. Unser österreichischer Freund Serafino fragte süffisant in die Bärenrunde, ob sich der deutsche Bundespräsident denn kein Automobil mehr leisten könne und zu Fuß gehen müsse – vom österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer habe er
![]() Wie der Rubikon auf Englisch heißt? Mal sehen … (Wikipedia-Foto: Michiel 1972) Richtig berühmt wurde der Rubikon erst mit einem der bekanntesten Römer überhaupt, dem Staatsmann, Feldherrn und Schriftsteller Gaius Julius Cäsar (100 – 44 v. Chr.). Dieser Cäsar hatte in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien (Asterix, bitte verzeihe mir!) bis zum Rhein erobert. Doch als ihm der römische Senat seine Macht beschneiden wollte, kam es zu einem der Römischen Bürgerkriege (dem von 49 – 45 v. Chr.), an dessen Ende sich Cäsar gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius (106 – 48 v. Chr.) durchgesetzt und die Alleinherrschaft errungen hatte. Und dieser Bürgerkrieg begann, jedenfalls wenn ich Euren Historikern glaube, genau in jenem Moment, in dem Cäsar von Norden kommend mit seiner etwa 5.000 Mann starken dreizehnten Legion den kleinen Grenzfluss Rubikon zwischen der römischen Provinz Gallia Cisalpina und dem eigentlichen Italien und damit zur entmilitarisierten Zone um Rom überschritten hatte. Denn dies kam einer Kriegserklärung an den römischen Senat gleich! Ihr sollt aber wissen, nur wenige Fakten sind diesbezüglich eindeutig geklärt. Nicht einmal die genaue Lage des antiken Rubikons ist bekannt – der heutige Fluss Rubicone hieß vor seiner Umbenennung im Jahr 1932 durch den Gewaltherrscher Mussolini (1883 – 1945) lange Zeit Fiumicino und ist nur „wahrscheinlich“ der antike Rubico. Im Online-Nachschlagewerk Wikipedia ist zu lesen: „Eine Kombination von natürlichen und vom Menschen verursachten Korrekturen veränderten den Lauf des ursprünglichen Rubikons, wie er während Julius Caesars historischer Überquerung verlaufen war.“ Anschließend heißt es dort seltsamerweise: „Seit 1991 wird der Fiumicino, ein Fluss, der durch Savignano sul Rubicone fließt, für den ursprünglichen Rubikon gehalten.“ Doch wie auch immer, heute fließt der Rubicone durch ein Industriegebiet und ist stark verschmutzt. Mit anderen Worten: Es stinkt gewaltig! Donnerstag, 5. Januar 2012
Geschrieben von Bryan
in Biss vom Bärenbankerl, Mensch des Monats
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22:55
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In Verehrung für meinen liebsten Präsidenten!![]() Sandro Pertini, italienischer Staatspräsident 1978 bis 1985 (Foto: Presidenza della Repubblica) Viele andere Politiker sollten sich mehr als nur eine Scheibe bei ihm abschneiden. Auweia, da will ich nicht politisch werden und kann doch nicht anders, als auf zwei meiner bisherigen Artikel zu verweisen: „Ordentlich zurücktreten, wie geht das?“ und „Adel verzichtet – ein Franke auf Entzug“. Fehlt als Drittes nur noch der Verweis auf „‚Ich entschuldige mich‘ – ‚Das geht aber nicht‘“. Weiß Gott, es war eine andere Zeit, in der Sandro Pertini wirkte. Und ein anderes Land. Doch bei der Durchsicht seiner Wikipedia-Biografie verspüre ich wieder mal so richtig die tiefe Sehnsucht nach einem guten Präsidenten für mein Bärenherz. Liebe Freunde, Ihr könnt etwa im Online-Nachschlagewerk Wikipedia eine ganze Menge über den am 25. September 1896 geborenen und am 24. Februar 1990 verstorbenen Alessandro Pertini nachlesen. Italienischer Staatspräsident war er von Juli 1978 bis Juni 1985. Vor dieser Zeit hatte er bereits eine Menge erlebt – doch keine Sorge, ich fasse mich kurz und auch das Hauptabendprogramm des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wird wegen Sandro Pertini niemals mehr geändert werden. Schade eigentlich! Sandro Pertini: Sohn eines reichen Grundbesitzers aus dem Piemont, Salesianer-Internat, Gymnasium, ligurische Arbeiterbewegung. Studium der Sozial- und der Rechtswissenschaften, Promotion, später Diplomstudium der Politikwissenschaften. „1917 wurde Pertini eingezogen, nahm als Leutnant an der Isonzo-Front am Ersten Weltkrieg teil und erhielt einige Auszeichnungen für Mut und Tapferkeit. 1918 trat er dem Partito Socialista Italiano (PSI) bei.“ (PSI heißt auf Deutsch SPI, also Sozialistische Partei Italiens. Auch alle folgenden Zitate haben der Papi und ich der Wikipedia von heute entnommen.) Freitag, 23. Dezember 2011Herzliche Grüße zur Weihnachtszeit![]() Auch unser Freund Schenki (Foto) freut sich, denn es ist wieder so weit … Liebe Freunde, Ihr merkt sicher auch, dass die Zeit der Besinnung durchaus ihre tragischen Seiten hat. Wenn Ihr etwa an die prominenten und privaten Verstorbenen des Jahres denkt. Oder wenn Ihr Euch meine bisherigen „Weihnachtsansprachen“ durchseht, also „Meine kleinen Weihnachtsworte“ im Dezember 2009 und „Im Lichterglanz der Kerzen“ vom letzten Jahr. Dann geht es Euch vielleicht genau wie mir: Jeglicher Zweifel an der menschlichen Vernunft ist nicht nur erlaubt, sondern geboten, ja zwingend. Oh, der Papi plündert grad sehr passend den vorweihnachtlichen Videotext von ARD und ZDF. In jeweils zwei praktisch identischen Meldungen werden zwei hervorragende Schauspieler zitiert. Der inzwischen 52-jährige Rupert Everett schaut demnach genau wie ich wenig hoffnungsvoll in die Zukunft des Menschen. Der Badischen Zeitung sagte er, mit dem Anbruch eines neuen (ARD: anderen) Zeitalters werde auch der Kapitalismus enden. Der Rupert wörtlich:„Die Menschheit verdummt zusehends, und was kommen mag, weiß keiner. Aber bis es so weit ist, sollten wir umso bewusster leben.“ Außerdem meinte der Brite: „Ich denke, dass wir mit Sex bald ganz durch sind. Wahrscheinlich erleben wir gerade das letzte Aufbegehren.“ (Das Wort Sex werdet Ihr vermutlich weder in der Weihnachtsansprache Eures Bundespräsidenten noch in der Neujahrsansprache Eurer Bundeskanzlerin hören. Die sind eben schon weiter; und speziell der Erstgenannte denkt bei „letztem Aufbegehren“ eventuell eher an einen verspielten Kredit.) Donnerstag, 15. Dezember 2011Bryans Schlagerladen, viertes Lied![]() „Hallo, ich bin Nandor, Bryans neuester Freund. Kein Wunder, dass es mir so gut geht, wir haben ja denselben Papi! Nandor ist übrigens die ungarische Kurzversion des Vornamens Ferdinand und bedeutet ‚kühner Beschützer‘.“ Wieder was gelernt! Kein Teddybär der Welt kann zu einem anderen Teddybär so fies und gemein sein, wie es manche von Euch Menschen zueinander sind. Das musste ich feststellen, als ich mir im Internet ein paar Kommentare über dasjenige Schlagerduo ansehen wollte, von dem mein viertes Lied im Schlagerladen stammt. Ich hätte beinahe deprimiert aufgegeben, aber der Papi hat mich in meinem Selbstvertrauen bestärkt. Sollen die bösen Menschen doch ruhig weiterhin ihre fürchterlichen Meinungen zu verbreiten suchen, was kümmert das Euren Bryan? Und mit Verlaub, wahrscheinlich präsentiere ich Euch tatsächlich niemals ein zweites Lied des Schlagerduos „Die Amigos“, von dem gleich kurz die Rede sein wird. Aber das Lied, das ich Euch ans Herz legen möchte, macht „den ganzen anderen Schrott wieder gut“, wie mir mein oft so sarkastischer Freund Serafino eines Abends gestand – mit einem Tränchen im Knopfloch! „Die Amigos“ gibt es schon sehr lange im Reich des deutschen Schlagers: Im Jahr 1970 gründete das musikbegeisterte junge Brüderpaar Bernd (geboren im Dezember 1950, Leadsänger und Schlagzeug) und Karl-Heinz Ulrich (November 1948, Gitarre, Keyboard, Zweitstimme) aus dem mittelhessischen Villingen (Hungen) eine Schlagerband. Viele Jahre lang tingelten die Amigos über die Dörfer und Städte, die kleine Welt war begeistert, die große überschüttete sie schon damals mit Häme, strafte die beiden mit Ver- und Nichtachtung. Und so erschien das erste Studioalbum der Amigos erst im Jahr 1989! Ihr langjähriger Live-Keyborder Witold Piwonski erlitt 2000 einen schweren Schlaganfall und starb nach acht Jahren im Wachkoma. Für das Brüderpaar kam erst mit der österreichischen Plattenfirma MCP Sound & Media im Jahr 2006 der große Durchbruch: „Musikantenkönig“, „Musikantenkaiser“, Musikantenstadl, mehrere Goldene und Platin-Schallplatten, Echo-Nominierungen, Krone der Volksmusik 2009 und 2010, Echo-Gewinn 2011 in der Kategorie Volkstümliche Musik. Donnerstag, 15. Dezember 2011
Geschrieben von Bryan
in Bryan empfiehlt, TV: TeddyVision
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01:45
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Am Sonntag, dem 11., war Freitag der 1.!
Heute heißt es nachträglich gratulieren: Der Skispringer Richard Freitag hat am letzten Sonntag zum ersten Mal in seiner hoffentlich noch langen Sportlerlaufbahn ein Weltcupspringen gewonnen, und zwar das auf der Großschanze im tschechischen Harrachov. Der Papi und ich sind ganz hin und weg, dass das so gut geklappt
![]() Richard Freitag auf dem Siegerpodest in Harrachov (Foto: ARD) Wie Ihr vielleicht noch wisst, sitze ich während der Skisprungsaison recht oft mit dem Papi vor dem Bildschirm. In meinem Beitrag „Im Fieber der vier Schanzen“ habe ich Euch ganz am Ende des letzten Jahres ziemlich ausführlich über das Skispringen im Allgemeinen und die Vierschanzentournee im Besonderen informiert. Nun, „Richi“ Freitag wird hoffentlich nicht lange ein ziemlich unbeschriebenes Blatt bleiben (vergleicht nur mal die Länge der Einträge zu Thomas und Richard im Online-Nachschlagewerk Wikipedia …). Der am 14. August 1991 in Erlabrunn geborene Erzgebirgler springt für die Sportgemeinschaft (SG) Nickelhütte Aue. Neuesten Angaben zufolge (SPIEGEL ONLINE vom 17.12.2011) wiegt der junge Adler lediglich 56 kg und ist (für einen Skispringer) „nur“ 1,72 m groß, also sogar noch einen Zentimeter kleiner als die inzwischen 30-jährige Schweizer Skisprunglegende Simon Ammann. Richard hat einen älteren Bruder (den Christian) und eine viel jüngere Schwester (die Selina, Skispringerin!) und lebt bei seinen Eltern in Breitenbrunn im Erzgebirgskreis. Im letzten Sommer hat er am Sportgymnasium in Oberwiesenthal sehr erfolgreich sein Abitur gemacht. Viel wichtiger ist aber doch, dass der Zwanzigjährige außerordentlich sympathisch wirkt. Als langjährige Fans des großen Sven Hannawald sind sich der Papi und ich einig: Auch Richard Freitag sieht ja nun wirklich so aus, als hätte es ein Teddybär verdammt gut bei ihm! Und jetzt endlich: Herzliche Gratulation! Sonntag, 11. Dezember 2011Sucht Ihr im letzten Moment ein Geschenk?
Vor ein paar Tagen, genauer gesagt spätabends am 6. Dezember, ging bei uns das Telefon. Was ist das eigentlich für ein seltsamer Ausdruck: „Nachts ging das Telefon“? Natürlich ging in Wahrheit der Papi ... an jenes Telefon (und zwar deswegen, weil es läutete). Aber dieses Mal war ausnahmsweise ich schneller am Hörer als er, weil ich nämlich auf dem zart geschwungenen Mobilteil eingeschlafen war. „Ho, ho, ho, hier ist der Nikolaus!“, hörte ich liebevoll eine putzmuntere Stimme sagen. Der Papi hatte jene Worte mitgehört und entgegnete ebenso liebevoll: „Hoi, hoi, heute sogar mit Rufnummernanzeige!“ ... – Ach ja, der Nikolaus wollte übrigens nur wissen, ob seine Geschenke gut angekommen waren. Da schaute ich auf Papis Bauch und sagte: „Ja.“
![]() Ohne Frage mein bärsönliches Lieblingsbild des Alaska/Yukon-Kalenders 2012: Friedlich stöbert im Katmai National Park & Preserve in Alaska ein Grizzlybär durchs Gras. (Foto: Michael Grosch) Hm, hm, auch ein Fotokalender verdient nach Papis Ansicht ein sorgfältiges Lektorat. Euer Bryan wird Euch allerdings nicht verraten, wo sich der gemeine „Rechtschreibfehler“ versteckt, den der Papi sogleich und „auf die ruhige Art“ entdeckt hat. Ehrlich gesagt, es sind leider sogar zwei Begriffe falsch geschrieben ... „Der Fehler liegt in der Eile“, heißt es in einem alten chinesischen Sprichwort. Doch wenn ich Euch, liebe Freunde, mit diesen Hinweisen jetzt dazu verleiten kann, auf die zuerst genannte Website zu surfen, Euch dort in den limitierten (!) Kalender zu verlieben und ihn, noch wichtiger, für 16,95 Euro plus Versandkosten sofort zu bestellen: Na, dann und nur dann hat dieser letzte Absatz seinen tieferen Sinn erfüllt. Und im nächsten Jahr hat der Papi vielleicht einen Job mehr ... Mittwoch, 31. August 2011Mit Bryan unterwegs: Colle Sommeiller![]() Das ist der Gipfel! Aber bis dahin, liebe Freunde, war es ein weiter Weg. Freilich, einer von uns war wie immer in Papis großem Urlaub dabei und könnte ebenfalls alles erzählen: Butzi-Bärchen ist als Talisman der treueste Radtouren-Begleiter, den der Papi sich vorstellen kann. Was haben die beiden nicht inzwischen alles gemeinsam er- und überlebt! Nun schon seit vielen Jahren gehört Bardonecchia zu Papis bevorzugten Urlaubszielen. Man kann nämlich von dort aus mit dem Fahrrad relativ leicht in große Höhen hinauffahren, und zwar auf Strecken, auf denen sich erstens, kein Fußwanderer durch engagierte Breitreifenradler gestört fühlt und zweitens, gewöhnlich nur wenige andere Menschen zu sehen sind. Na ja, über seine ureigene Philosophie des Radfahrens wird Euch der Papi vielleicht mal gesondert berichten. Jedenfalls ist ihm wichtig, dass ich hier extra betone, dass er bisher fast alle seine großen Radreisen mit einem Bergfahrrad unternommen hat, das unter anderem mit Schutzblechen, Licht, Seitenständer und Gepäckträger reisetauglich ausgerüstet ist. War das jetzt extra genug? Ach ja, und genau wie ich findet der Papi im Übrigen, dass die vielen Militärwege und -straßen in den Alpen erst(mals) mit einem Bergfahrrad sinnvoll genutzt werden! Freitag, 17. Juni 2011
Geschrieben von Bryan
in Mensch des Monats, TV: TeddyVision
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23:56
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Der Theo hilft Euch auf die Beine!![]() Ich schau Dich an, Du schaust mich an: Theo Garthe ist mein bisher jüngster Mensch des Monats. (Foto: ZDF) Vielleicht denkt Ihr jetzt, Euer Bryan hätte sie nicht mehr alle. Aber ich habe sie noch, liebe Freunde, versprochen. Der kleine Theo dagegen hat sie nicht alle, denn ihm fehlen – seine beiden Beine. Wie man trotzdem mit starken Armen sein Leben meistern kann, das hat der Theo uns in jener Nacht vor dem Bildschirm so eindrucksvoll gezeigt, dass ich immer noch ganz hin und weg bin. Der Theo war mit seinen Eltern Sabine und Axel Garthe im Studio. Kleine Einspielfilme zeigten Szenen aus dem Alltag des Jungen. Theo ist mit einem seltenen Gendefekt auf die Welt gekommen, den Ihr Menschen nach den altgriechischen Benennungen für Robbe und Glied Phokomelie nennt. Diese „Robben-Gliedrigkeit“ bezeichnet zwei Arten einer Fehlbildung der Gliedmaßen: Im einen Fall setzen wegen des Fehlens der langen Röhrenknochen die Hände direkt an den Schultern und die Füße direkt an der Hüfte an, was angeblich den Flossen von Robben ähnelt (ob ich mir eine Robbe auch mal genauer anschauen sollte? – egal, der Papi meint nur, dass ich hier „Contergan“ schreiben soll, dann wüsstet Ihr sofort Bescheid). Im anderen Fall fehlen die Extremitäten – also entweder Arme und Hände oder/und Beine und Füße – nahezu ganz beziehungsweise vollständig. Alle Formen der Phokomelien werden nach Eurem derzeitigen Wissensstand „vererbt oder durch äußere Einflüsse hervorgerufen“ (wikipedia.de), etwa als Nebenwirkung von Medikamenten und Hormonpräparaten. Natürlich kann heute im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik per Feinultraschall-Untersuchung eine Phokomelie erkannt werden. Meistens passiert dann – soll ich das wirklich auch natürlich nennen? – im Menschenreich etwas angeblich ganz Normales ... Doch gottlob nicht bei Theo: Seine Mutter erfuhr im vierten Schwangerschaftsmonat bei einer Routineuntersuchung vom Gendefekt ihres ungeborenen Kindes. Versetzt Euch nur mal in ihre damalige Lage: die nach langem Schweigen herumdrucksende Ärztin („Ich sehe da keine Beine ...“), weitere Untersuchungen, das schockierende Ergebnis. Aber im Fall der Familie Garthe wichen der große Schrecken und die Verunsicherung bald einer Gewissheit: Es kommt nicht so sehr darauf an, dass ein Kind hundertprozentig gesund auf die Welt kommt, sondern darauf, dass es ein glückliches Kind ist – also von wegen Hauptsache gesund: Hauptsache glücklich! Auch alle Bärenkinder würden ihr hier freudig zustimmen! Theos nach eigener Aussage positiv eingestellte Eltern (Vater Axel: „Er hat glückliche Eltern, die lange auf ihn gewartet haben“) konnten erleben, dass „sich Traurigkeit in Freude verwandeln kann“. Samstag, 7. Mai 2011Aufwühlend und unvergesslich: „Der Junge im gestreiften Pyjama“
Wie gern hätte ich Euch genau an dieser Stelle vor sagen wir zwei Monaten etwas von meinem lieben japanischen Teddybärenfreund Fukushi erzählt! Ich hätte den Fukushi geschildert, wie er die Welt und mich mit strahlenden Augen ansieht und dass er beim Radio aktiv ist. Und Ihr, liebe Freunde, hättet Euch zwar vielleicht über meine internationalen Kontakte gewundert, aber hoffentlich auch gefreut. Jetzt jedoch bleibt Euch wahrscheinlich entweder die Luft oder die Spucke weg – und mir ehrlich gesagt sogar beides! In diesen schweren Zeiten fällt es sicher auch vielen von Euch Menschen schwer, sich auf das wirklich Wesentliche im Leben zu konzentrieren, zum Beispiel die Liebe.
![]() Hier stellt Euch mein Freund Fino das DVD-Cover vor. Mein Problem ist jetzt ganz einfach: Ich will Euch auf keinen Fall zu viel vom Inhalt dieser denkwürdigen, „zeitlosen Geschichte von verlorener Unschuld und gefundener Menschlichkeit“ (aus dem Text der DVD) verraten. Aber nun gar nichts mehr darüber zu schreiben, das wäre auch unangemessen und nicht fair. Jetzt, wo ich Euch vielleicht doch etwas neugierig gemacht habe ... Der in Ungarn und dort vorwiegend in Budapest gedrehte britische Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“ (Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas) entstand 2008 unter der Regie von Mark Herman. Erzählt wird die Geschichte des achtjährigen Bruno. Brunos Vater ist ein deutscher Führungsoffizier und wird Anfang der 1940er Jahre aus Berlin in eine ländliche Umgebung gen Osten versetzt. Ohne Freunde und aus der vertrauten Umgebung gerissen, durchstreift der verträumte, aber eigenwillige und neugierige Bruno seine neue Umgebung. Und lernt alsbald den hinter einem Stacheldrahtzaun lebenden und ihm recht seltsam erscheinenden Schmuel kennen, eben „den Jungen im gestreiften Pyjama“. Die beiden unterschiedlichen Jungs freunden sich an. Aber Brunos Mutter, die zunehmend am Wesen und am Unwesen ihres Ehemanns verzweifelt, will mit ihren beiden Kindern zurück nach Berlin. An seinem letzten Tag in der Fremde möchte Bruno zusammen mit Schmuel nach dessen Vater suchen. Bald trennt kein Stacheldraht mehr die beiden Freunde ...
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